Kosten & Schutzgebühr

Was kostet eigentlich ein Hund?

Ein Hund kostet nicht nur bei der Adoption Geld. Zur Schutzgebühr kommen laufende Ausgaben für Futter, Versicherung, Hundesteuer, Ausstattung und natürlich Tierarztkosten.

Uns ist wichtig, dass Du vor einer Adoption weißt, was finanziell auf Dich zukommen kann. Nicht um Dir Angst zu machen, sondern damit es später keine bösen Überraschungen gibt.

Einmachglas mit Münzen und dem handgeschriebenen Aufkleber Leckerli Kasse auf einem Tisch im Wohnbereich

Die Schutzgebühr bei Sonnenpfoten

Die Schutzgebühr für einen Hund beträgt 595 Euro (inkl. MwSt.).

Sie ist kein Kaufpreis für den Hund. Mit der Schutzgebühr wird ein Teil der Kosten gedeckt, die bereits vor der Adoption entstanden sind.

Die Schutzgebühr setzt sich so zusammen:

  • tierärztliche Untersuchungen
  • Impfungen
  • Mikrochip
  • EU Heimtierausweis
  • Versorgung und Unterbringung
  • Medikamente und Behandlungen
  • gegebenenfalls Kastration
  • Transport nach Deutschland


Die tatsächlichen Kosten liegen bei den meisten Hunden deutlich über der Schutzgebühr. Einen Teil davon finanzieren wir deshalb über Spenden.

Unsere Partner in Spanien erhalten einen Teil der Gebühr.

Aus Transparenzgründen zahlst Du diesen Anteil in der Regel direkt an die spanische Partnerorganisation.

Warum gibt es überhaupt eine Schutzgebühr?

Pflegehunde sind kein Experiment, sondern viel Verantwortung.

Tierschutz kostet Geld. Tierarzt, Medikamente, Futter, Unterbringung, Transport und Versorgung müssen bezahlt werden, ganz unabhängig davon, ob ein Hund schnell ein Zuhause findet oder viele Monate im Tierheim bleibt.

Mit der Schutzgebühr decken wir einen Teil dieser Kosten und schaffen gleichzeitig die Möglichkeit, auch dem nächsten Hund zu helfen. Bei vielen unserer Hunde sind die tatsächlichen Ausgaben bis zur Vermittlung deutlich höher als die Schutzgebühr.

Für uns hat die Schutzgebühr aber noch eine andere Bedeutung. Ein Hund aus dem Tierschutz ist nicht weniger wert, nur weil er kein Preisschild vom Züchter trägt. Für einen Rassewelpen werden selbstverständlich hohe Beträge bezahlt, während bei einem Tierschutzhund manchmal erwartet wird, dass er möglichst wenig kostet. Dabei haben viele Tierschutzhunde bereits intensive medizinische Versorgung, monatelange (teils jahrelange) Betreuung und einen weiten Transport hinter sich.

Die Schutzgebühr ist deshalb kein Kaufpreis und bemisst auch nicht den Wert eines Hundes. Sie steht vielmehr dafür, dass hinter jedem vermittelten Hund viel Arbeit, Verantwortung und finanzielle Unterstützung steckt. Und sie hilft dabei, dass eine Adoption keine spontane kostenlose Anschaffung wird, sondern eine bewusst getroffene Entscheidung.

Diese Kosten kommen nach der Adoption dazu

Mit der Schutzgebühr ist es natürlich nicht getan.

Tierarzt

Tierarztkosten solltest Du von Anfang an realistisch einplanen.

Routineuntersuchungen, Impfungen oder kleinere Behandlungen gehören dazu. Wird ein Hund krank, verletzt sich oder benötigt eine Operation, können jedoch schnell deutlich höhere Kosten entstehen.

Die Tierarztkosten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Ein finanzielles Polster für unerwartete Behandlungen halten wir deshalb für sehr wichtig.

Kranken- & OP-Versicherung

Für Hunde, die versichert werden können, empfehlen wir, über eine Hunde­kranken­versicherung oder zumindest eine OP-Versicherung abzuschließen.

Eine Versicherung verursacht zwar monatliche Kosten, kann Dich aber vor sehr hohen Rechnungen schützen, wenn Dein Hund ernsthaft erkrankt oder operiert werden muss.

Welche Versicherung sinnvoll ist, hängt von Alter, Gesundheitszustand und individuellen Bedingungen ab. Gerade bei älteren Hunden oder bestehenden Vorerkrankungen ist eine Aufnahme nicht immer möglich.

Futter

Die Kosten hängen stark von Größe, Alter und Bedürfnissen des Hundes ab. Ein kleiner Hund frisst deutlich weniger als ein 40 Kilo Hund.

Manche Hunde benötigen Spezialfutter oder eine bestimmte Ernährung.

Denk dran: Die Bedürfnisse Deines Hundes können sich im Laufe der Jahre verändern, z.B. durch eine Erkankung.

Ausstattung

Körbchen, Leine, Geschirr, Näpfe, Spielzeug und Transportbox gehören zur Grundausstattung.

Gerade am Anfang muss aber nicht das halbe Zoofachgeschäft bei Dir einziehen. Vieles zeigt sich erst im Alltag. Vielleicht ignoriert Dein Hund das teuerste Hundebett und entscheidet sich ohnehin für den Teppich daneben.

Hundehaftpflicht

Eine Hundehaftpflichtversicherung gehört für uns zur verantwortungsvollen Hundehaltung. In einigen Bundesländern ist sie ohnehin vorgeschrieben.

Sie schützt Dich, wenn Dein Hund einen Schaden verursacht. Das kann schneller passieren, als man denkt.

Hundesteuer

Für Hunde fällt in Deutschland in der Regel eine jährliche Hundesteuer an. Die Höhe legt die jeweilige Stadt oder Gemeinde fest und kann sich regional deutlich unterscheiden.

Hundeschule & Training

Nicht jeder Hund braucht dauerhaft professionelles Training. Trotzdem kann eine gute Hundeschule oder ein qualifizierter Trainer gerade am Anfang sehr hilfreich sein. Aber ein Hund kann auch erst bei Dir eine Verhaltensweise entwickeln, die Training braucht.

Bei Unsicherheiten, Ängsten oder anderen Verhaltensproblemen können zusätzliche Kosten für individuelles Training entstehen.

Betreuung & Urlaub

Auch Urlaube, längere Arbeitstage oder Krankheit sollten finanziell mitgedacht werden.

Vielleicht können die Familie oder Freunde einspringen. Vielleicht brauchst Du aber auch einmal eine Hundepension, einen Hundesitter oder eine Tagesbetreuung.

Braun weißer Hund liegt mit der Pfote vor dem Gesicht auf einem Holzboden

Wie viel sollte ich monatlich einplanen?

Gute Frage 🙂

Eine pauschale Summe gibt es nicht. Ein junger kleiner Hund ohne gesundheitliche Probleme verursacht andere Kosten als ein großer Senior mit Medikamentenbedarf.

Wichtiger als eine perfekte Monatsrechnung ist deshalb die Frage:

Kannst Du die normalen laufenden Kosten gut tragen und hast Du zusätzlich einen finanziellen Puffer, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert?

Denn Hunde haben leider die Angewohnheit, sich nicht danach zu richten, ob der Tierarztbesuch gerade in den Monatsplan passt.

Was passiert bei unerwartet hohen Tierarztkosten?

Niemand kann garantieren, dass ein Hund gesund bleibt.

Eine Operation, Diagnostik oder längere Behandlung kann schnell teuer werden. Besonders ungeplante Besuche in der Tierklinik bei einem Notfall können ordentlich ins Geld gehen. Und gefühlt passieren solche Dinge natürlich grundsätzlich samstagnachts, wenn Notdienst und zusätzliche Gebühren dazukommen.

Genau deshalb empfehlen wir, entweder eine passende Versicherung abzuschließen oder regelmäßig Geld für solche Fälle zurückzulegen.

Wenn bereits vor der Adoption bekannte Erkrankungen bestehen, sprechen wir natürlich offen mit Dir darüber.

Heller Hund wird in einer Tierarztpraxis von einem Tierarzt untersucht

Unser Fazit

Verantwortung heißt auch finanzielle Verantwortung.

Niemand muss reich sein, um einen Hund zu halten. Aber Du solltest sicher sein, dass Futter, Tierarzt und notwendige Versorgung dauerhaft bezahlt werden können.

Vielleicht bedeutet das auch mal, an anderer Stelle etwas zu sparen, weil Dein Chef Deine Vorstellung von einem angemessenen Gehalt leider nicht teilt. Entscheidend ist, dass Dein Hund gut versorgt bleibt und eine unerwartete Rechnung nicht zum ernsthaften Problem wird.

Finanzielle Verantwortung bedeutet für uns deshalb nicht Luxus, sondern Verlässlichkeit.

Bereit für den nächsten Schritt?

Kosten gecheckt und immer noch Lust auf vier Pfoten im Haus?

Du hast Dir die Kosten angeschaut. Jetzt kannst Du prüfen, ob auch die Rahmenbedingungen passen und wie eine Adoption bei Sonnenpfoten genau abläuft.