Adoptionsablauf

Der Weg vom Verlieben bis zum Einzug.

Du hast einen Hund bei uns entdeckt? Dann lernen wir uns kennen und klären alle wichtigen Fragen. Wenn dann alles von beiden Seiten passt, begleiten wir Dich Schritt für Schritt bis zum Einzug.

1. Selbst­auskunft ausfüllen

Der erste Schritt im Adoptionsablauf ist unsere Selbstauskunft.

Du erzählst uns etwas über Dich, Deinen Alltag, Deine Wohnsituation, vorhandene Tiere und Deine Erfahrungen mit Hunden. Außerdem möchten wir wissen, was Du Dir von Deinem zukünftigen Hund wünschst.

So können wir bereits einschätzen, ob Dein Wunschhund grundsätzlich zu Deinem Leben passen könnte.

2. Wir lernen uns kennen

Nachdem deine Selbstauskunft bei uns eingegangen ist, melden wir uns bei Dir. Wenn alles passt vereinbaren wir ein persönliches Telefongespräch.

Dabei geht es nicht um ein Bewerbungsgespräch mit richtigen und falschen Antworten. Wir möchten Dich kennenlernen, offene Fragen klären und gemeinsam darüber sprechen, was der Hund braucht und was Du Dir vorstellst.

Manchmal stellt sich dabei heraus, dass ein anderer Hund besser passen könnte. Auch das gehört für uns zu einer guten Vermittlung.

Dein Wunschhund lebt in Deutschland

Wir stellen den Kontakt zur Pflegefamilie her. Sie kennt den Hund aus dem Alltag und kann Dir viel darüber erzählen, wie er zuhause ist, was schon gut klappt und wobei er noch Unterstützung braucht.

Danach gibt es ein persönliches Kennenlernen.

Dein Wunschhund lebt noch in Spanien

Dann ist ein persönliches Kennenlernen vor der Adoption nicht möglich.

Unsere Partner in Spanien kennen die Hunde und versorgen uns mit Informationen, Fotos und Videos. Viele Hunde kennen wir außerdem selbst von unseren Besuchen vor Ort.

Trotzdem können wir nicht alles vorhersagen. Ein Hund kann sich in einem neuen Zuhause anders verhalten als im Tierheim. Deshalb sagen wir Dir ehrlich, was wir wissen und was wir noch nicht wissen können.

3. Die Vorkontrolle

Wenn Du den Hund adoptieren möchtest und auch wir glauben, dass es passt, organisieren wir eine Vorkontrolle bei Dir zuhause.

Dabei möchten wir Dich und Deine Lebenssituation sehen, wo der Hund künftig leben wird.

Es geht nicht darum, zu prüfen, ob bei Dir alles perfekt ist. Wir schauen schauen nicht unters Bett, sondern ob die Voraus­setzungen für genau diesen Hund stimmen und klären letzte Fragen.

4. Der Adoptions­vertrag

Wenn die Vorkontrolle positiv verlaufen ist und beide Seiten weiterhin ein gutes Gefühl haben, steht der Adoption nichts mehr im Weg.

Du erhältst von uns den Adoptionsvertrag und alle wichtigen Unterlagen zum weiteren Ablauf.

Bitte lies alles in Ruhe durch. Dazu gehören auch Informationen zur Übergabe oder zum Transport sowie Hinweise zu gesundheitlichen Themen, die für Deinen Hund relevant sein können.

Den unterschriebenen Vertrag sendest Du anschließend an uns zurück.

Hund von einer deutschen Pflegestelle

Lebt Dein Hund bereits in Deutschland, vereinbarst Du den Übergabetermin direkt mit seiner Pflegefamilie.

Hund aus Spanien

Unsere Transporte aus Spanien finden in der Regel etwa einmal im Monat statt.

Den Abholort und die voraussichtliche Ankunftszeit teilen wir Dir rechtzeitig mit. Am Vorabend des Transports eröffnen wir eine WhatsApp Gruppe, über die Du während der Reise aktuelle Informationen bekommst.

Deinen Hund holst Du am vereinbarten Treffpunkt ab.

6. Schutzgebühr bezahlen

Nach Abschluss des Vertrags wird die Schutzgebühr fällig.

Die Schutzgebühr beträgt derzeit 590 Euro (inkl. MwSt).

Sie deckt einen Teil der Kosten, die für Deinen Hund bereits entstanden sind. Dazu gehören unter anderem tierärztliche Versorgung, Impfungen, Chip, EU Heimtierausweis und Unterbringung. Den größten Teil macht der Transport von Spanien nach Deutschland.

Lebt Dein Hund noch in Spanien, muss die Zahlung vor seiner Ausreise erfolgt sein.

7. Zuhause vorbereiten

Jetzt kannst Du Dich auf den Einzug vorbereiten.

Neben Körbchen, Näpfen und Futter gehört bei einem Hund aus dem Tierschutz vor allem eines zur Grundausstattung: etwas Geduld.

Gerade in den ersten Tagen sollte möglichst wenig Programm stattfinden. Dein Hund muss erst einmal verstehen, wo er gelandet ist und wie sein neues Leben funktioniert.

Welche Ausstattung Dein Hund genau benötigt, besprechen wir vorher mit Dir.

8. Endlich zuhause

Dann ist er da.

Manche Hunde laufen ins Haus, als hätten sie schon immer dort gewohnt. Andere stehen erst einmal da und fragen sich vermutlich, was das alles soll.

Beides ist völlig normal.

Gib Deinem Hund Ruhe und Zeit, seine neue Umgebung kennen­zulernen. Neue Menschen, Geräusche, Gerüche und Abläufe können anfangs ziemlich viel sein.

Wir begleiten Dich auch während dieser ersten Zeit und helfen Dir, wenn Fragen auftauchen.

Und danach?

Für uns endet der Adoptionsablauf nicht mit der Übergabe.

Wir freuen uns, wenn wir erfahren, wie sich Dein Hund entwickelt und wie Euer gemeinsames Leben aussieht. Auch unsere Partner in Spanien freuen sich sehr über Fotos und Neuigkeiten ihrer ehemaligen Schützlinge.

Und falls später Fragen oder Probleme auftauchen, kannst Du Dich weiterhin an uns wenden.

Es gibt zudem eine Facebook-Gruppe für Adoptanten.

Noch unsicher?

Dann schau Dir in Ruhe unsere weiteren Informationen an.

Was Du mitbringen solltest

Nicht Perfektion. Aber Zeit, Geduld und Lust auf Verantwortung.

Was eine Adoption kostet

Schutzgebühr, laufende Kosten und was finanziell realistisch ist.

Hund aus Spanien adoptieren

Was anders ist, wenn Dein Wunschhund noch nicht in Deutschland lebt.

FAQ

Hier findest Du Antworten auf häufige Fragen, die sich Interessenten vor einer Adoption eines Hundes stellen.

Häufig gestellte Fragen

Unsere Schützlinge stammen aus den Gegenden um Roquetas de Mar und Almería im spanischen Andalusien. Es handelt sich ausschließlich um Not leidende Hunde aus dem Tierschutz. Darunter Straßenhunde, ausgesetzte oder misshandelte Hunde und in manchen Fällen auch Hunden, die aus unterschiedlichen Gründen ihr Zuhause verloren haben.

Gerettet und betreut werden unsere Hunde vor Ort von den Freiwilligen unserer Partnertierheime Refugio Canino La Reserva in La Mojonera und La Huella Roja Almería sowie der Organisation Miau Almería Canina.

Unsere Hunde reisen mit dem Transporter nach Deutschland. Unsere Transporte werden von dem professionellen Animal Shuttle Service Dogs on Road durchgeführt. Unsere Hunde werden während der Reise durch qualifiziertes Personal (mit Befähigungsnachweis) betreut.

Unsere Transporte finden in der Regel 1x im Monat statt. Die Transporttage sind fest organisiert und können nicht verschoben werden.

Wir bieten Abholorte in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an. Der genaue Abholort variiert von Transport zu Transport.

Im Regelfall holst Du den Hund dort selbst ab. Sollte der Hund von dort weiter transportiert werden müssen, können wir nach Absprache einen von uns autorisierten Weitertransport organisieren. Die Kosten dafür variieren und werden nicht von uns übernommen.

Bei einer Adoption fällt eine Schutzgebühr von 490,00 € an.

Diese Schutzgebühr beinhaltet u. a. die tierärztliche Versorgung (Blutbild, Check-Ups, ggf. Kastration), Futter und Pflege seitens der spanischen Tierschutzorganisation sowie die entstandenen Aufwendungen für Impfungen, Chip, EU-Heimtierausweis und die Transportkosten nach Deutschland.

Schutzgebühren für Tierschutzhunde stehen oft in der Kritik, da unterstellt wird, Gewinn mit den Tieren erzielen zu wollen. Bei seriösen Vereinen ist dies schlichtweg Blödsinn. Beinahe jeder Hund ist für uns und die spanischen Vereine ein Minusgeschäft, das nur durch Spenden aufgefangen wird.

Wir übergeben Hunde nur mit ausreichender Sicherung. Dies geschieht durch ein spezielles Sicherheitsgeschirr. Die Kosten für dieses Geschirr gehen zu Deinen Lasten und variieren je nach Größe des Hundes (XS 20,00€ / S 25,00€ / M 35,00€ / L 45,00€ / XL 55,00€ zzgl. Versandkosten). Der Erlös der Geschirre ist nicht kommerziell und wird wie eine Spende für unseren Tierschutz verwendet. 

Solltest Du Deinen Hund nicht selbst vom vereinbarten Treffpunkt oder in seiner Pflegestelle abholen können, können wir einen Weitertransport durch ein von uns organisiertes Transportunternehmen organisieren. Die Kosten dafür variieren und werden nicht von uns übernommen.

Unsere Hunde werden kastriert, wenn der Gesundheitszustand oder das Alter des Tieres es zu lässt. In den Beschreibungen unserer Hunde ist angegeben, ob der jeweilige Hund kastriert ist oder (noch) nicht.

Solltest Du einen unkastrierten Hund adoptieren, müssen wir uns darauf verlassen können, dass es in Zukunft nicht zu Welpen kommt. Das Grundproblem im Tierschutz ist die Vermehrung der Hunde und dem wollen wir auf jeden Fall entgegenwirken. Auch in Deutschland. Daher ist das Züchten mit unseren Hunden streng untersagt.

Solltest Du bereits einen Ersthund haben, kommt eine Vermittlung eines unkastrierten Hundes des anderen Geschlechts für uns nur in Frage, wenn Dein Hund kastriert ist.

In den Beschreibungen unserer Hunde findest Du unter den Details des jeweiligen Hundes den Vermerk, ob das Tier als Zweithund geeignet ist. Die meisten unserer Hunde sind sehr gut sozialisiert. Manche von ihnen fühlen sich sogar wohler mit einem vierbeinigen Freund. Voraussetzung ist natürlich, dass Dein eigener Hund mit anderen Hunden verträglich ist.

Das kommt auf den Einzelfall an. Falls wir wissen, ob Hunde katzenverträglich sind oder nicht, findest Du in der Beschreibung des jeweiligen Hundes einen Vermerk dazu. 

Im Allgemeinen vermitteln wir keine ausgewachsenen Hunde in Haushalte mit Katzen, von denen wir nicht genau wissen, ob sie katzenverträglich sind. Die Gefahr für die Katze wäre zu hoch und es würde Stress für Katze und Hund bedeuten.

Oft wissen wir einfach nicht, ob der Hund sich mit Katzen verträgt. Es gibt zwar manchmal die Möglichkeit einen Katzentest zu machen, dieser ist allerdings unverbindlich. Denn gerade Tierheimhunde können durch Ablenkung oder die Stresssituation beim Test eine andere Reaktion zeigen. Wir können nicht garantieren, dass Hunde, die den Test bestehen, auch im Alltag mit Katzen klar kommen.

Und es kommt auch auf Deine Katze an. Hunde lassen sich natürlich leichter mit Katzen sozialisieren, die Hundefreunde sind.

Um einen Hund halten zu können, braucht man Geld. Um Geld zu haben, muss man arbeiten. Daher vermitteln wir unsere Hunde natürlich auch an berufstätige Personen.

Uns ist jedoch wichtig, dass der Hund nicht täglich 8 oder mehr Stunden allein bleiben muss. Hunde sind soziale Wesen und sollten ihr Leben nicht damit verbringen, auf ihre Menschen zu warten. Du solltest im allgemeinen wirklich genug Zeit für ein Tier haben. Ideal ist daher, wenn Du in Teilzeit oder von zu Hause arbeitest, den Hund mit zur Arbeit nehmen kannst oder eine Betreuung für den Hund hast, wenn Du zu lang außer Haus bist.

Ob Du in der Stadt lebst oder auf dem Land, ist für das Glück eines Hundes nicht ausschlaggebend. Unsere vermittelten Sonnenpfoten leben in ganz Deutschland, in kleinen Dörfern in der Eifel und auch mitten in Berlin.

Wichtig ist nur, dass die Bedürfnisse des Tieres erfüllt werden und die Umgebung zu ihm passt. Ein souveräner Hund passt besser in die Großstadt als ein schreckhafter Hund. Aber das klären wir im Einzelfall.

Wenn Du nicht im Erdgeschoss wohnst und keinen Aufzug hast, ist das kein Ausschlusskriterium für eine Adoption. Wir raten aber bei viele Treppen von größeren oder schwereren Hunden ab, da die Belastung auf Dauer zu groß sein kann. Kleine und leichte Hund haben es einfacher. Außerdem kann man solche Hunde im Notfall auch mal tragen.

Auch für Welpen sind zu viele Stufen nicht geeignet. Zum einen, da sich die Tiere noch im Wachstum befinden und es außerdem zu anstrengend ist, zum anderen bedeuten viele Treppen beim Stubenrein-Training eine Menge Stress für Hund und Mensch. 

Bei Wohnungen mit vielen Treppen musst Du eins bedenken: Dein Hund wird älter. Auch, wenn Dein Hund jahrelang keine Probleme mit dem Treppensteigen hat, kann es eines Tages dazu kommen, dass er es einfach nicht mehr bis nach oben schafft.

Natürlich ist es für Hunde (und die meisten Menschen) schön, einen Garten oder ähnliches zu haben. Aber das ist kein Muss, um einen Hund adoptieren zu können. Falls ein einzelner Hund unbedingt einen Garten braucht, steht es in seiner Beschreibung.

Wir erwarten natürlich, dass Du dem Hund entsprechenden Auslauf bzw. Auslastung bieten kannst. Diese richtet sich individuell nach Alter, Gesundheitszustand und körperlichen, aber auch geistigen Bedürfnissen des Hundes. 

Auch wenn der Vermieter im Rahmen des Mietrechts Hundehaltung nicht generell verbieten darf, muss in Deinem Mietvertrag Hundehaltung ausdrücklich erlaubt sein oder wir benötigen eine schriftliche Einwilligungserklärung zur Haltung eines Hundes von Deinem Vermieter.

Jeder Hundehalter fängt irgendwann mit dem ersten Hund an. Es kann allerdings sein, dass wir bestimmte Hunde nicht an Anfänger vermitteln. Der erste Hund sollte eine Bereicherung und keine Belastung sein, die zu Überforderung führt. Wir achten aber natürlich nicht nur bei Anfängern darauf, dass der Hund passt. Wir suchen mit Dir gemeinsam einen geeigneten Hund aus.

Der Sachkundenachweis ist eine Bescheinigung für Hundehalter, die Fähigkeiten zur Haltung und zum richtigen Umgang mit Hunden nachweist.

In manchen Bundeländern, wie Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ist der Sachkundenachweis eine Voraussetzung für das Halten sogenannter 40/20-Hunde. Damit gemeint sind Hunde über 40 cm oder über 20 kg. In Niedersachsen ist ein Sachkundenachweis Voraussetzung für das Halten aller Hunde, egal welcher Größe oder Rasse.

Falls Du in einem dieser Bundesländer wohnst und noch keinen Sachkundenachweis erbracht hast, erkundige Dich bei Deinem zuständigen Ordnungsamt.

In allen Bundesländern (außer Bremen) müssen Halter von sogenannten „Listenhunden“ einen besonderen Sachkundenachweis erbringen. Wir können allerdings aus gesetzlichen Gründen keine Hunde dieser Rassen nach Deutschland vermitteln. An dieser Stelle sei zu erwähnen, dass wir gegen die Rasseliste und die damit verbundene Stigmatisierung von Individuen sind.

Die Vermittlung in Nachbarländer ist prinzipiell möglich. Manche unserer Hunde leben in den Niederlanden, Belgien, Frankreich oder der Schweiz. Hierbei ist für uns jedoch eine Vermittlung nur machbar, wenn wir eine Vorkontrolle durchführen können, was in den nahen Grenzgebieten zu Deutschland meist keine Probleme bereitet. Hinzu sollte es bei einem so wichtigen Thema wie einer Adoption natürlich keine Sprachbarriere geben.

Nach Österreich können wir leider aus gesetzlichen Gründen keine Hunde vermitteln.

Wenn wir gerade nicht den passenden Hund für Dich in unserer Vermittlung haben, kannst Du uns trotzdem eine Bewerbung senden. Fülle dafür einfach unsere Selbstauskunft aus, dann können wir den richtigen Hund für Dich finden. 

Schau außerdem regelmäßig auf unserer Homepage vorbei, denn es kommen ständig neue Hunde hinzu.