Pflegestelle werden

Raus aus Spanien, rein ins Leben

Wir suchen immer nach verantwortungs­vollen Pflegestellen, die unsere Hunde bis zur erfolg­reichen Vermittlung aufnehmen und behüten. Pflege­stellen sind in unserer Tierschutz­arbeit ein unglaublich wichtiger Bestandteil.

Aus den spanischen Tier­heimen heraus jedoch haben viele unserer Schütz­linge kaum eine Chance auf Vermittlung. Einige werden schlichtweg übersehen, manche zeigen sich dort scheu, ängstlich oder entwickeln Verhaltens­weisen, die einer erfolgreichen Vermittlung im Wege stehen. Unsere Erfahrung zeigt, dass auch vermeintlich schwierige Hunde in dem behüteten Umfeld einer Pflege­stelle zu unproblematischen Familien­hunden werden können. 

Hunde, die es in eine deutsche Pflegestelle geschafft haben, finden früher oder später ein passendes Zuhause. 

Viele Menschen, die einen Hund adoptieren wollen, möchten ihn vorher kennen­lernen. Das ist natürlich möglich ist, solange er in Spanien lebt. Mag der Hund Kinder, ist er mit Katzen verträglich, kann er stunden­weise alleine bleiben oder wäre er ein guter Begleiter für das Büro? 

Solche Fragen können im Tierheim nur selten geklärt werden. In einer Pflege­stelle können Wesen und Charakter beurteilt und an Problemen gearbeitet werden, so dass die richtigen Menschen gefunden werden können.

Aber nicht nur für den Pflegehund ist eine Pflege­stelle das Sprung­brett in ein neues Leben. Denn sobald ein Platz im Tier­heim frei geworden ist, kann ein anderer Hund in Not dort einziehen.

Bin ich als Pflegestelle geeignet?

Als Pflegestelle sind Sie verantwortungsbewusst, stressresistent und natürlich tierlieb. Sie haben Zeit für ein Tier und können ihm Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken. Sie haben Lust dem Hund durch Erziehung, Training und Spaß die neue Welt zu zeigen und zum Dank reichen Ihnen Liebe und das Wissen, etwas gutes zu tun, weil Sie ein Leben verändern.

Die meisten unserer Hunde haben zuvor noch nie in einem Haushalt gelebt und brauchen daher Geduld und Verständnis. Und natürlich auch grundlegende Erziehung. Daher ist Hundeerfahrung erwünscht – aber nicht zwingend notwendig, denn es gibt auch für unerfahrene Personen passende Hunde.

Um eine Pflegestelle werden zu können, müssen Sie die gleichen Voraussetzungen wie bei einer Adoption erfüllen. Anders als Adoptant*innen müssen Sie sich aber im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass das Tier Sie auch wieder verlassen wird. Für viele Menschen ist das der schwierigste Aspekt.

Sie übernehmen in erster Linie die Futterkosten. Ein Sicherheitsgeschirr erhalten Sie von uns. Leinen, Näpfe, Körbchen, Spielzeug oder ähnliches werden von Ihnen gestellt.

Der Hund kommt in der Regel direkt mit dem Transporter aus Spanien an. Sie müssen ihn am vereinbarten Ankunftsort abholen oder einen von uns genehmigten Weitertransport organisieren. Die Kosten dafür liegen bei Ihnen.

Tierarztkosten werden von uns übernommen, allerdings nur nach vorheriger Absprache. Ausgenommen hiervon sind selbstverständlich lebensbedrohliche Notfälle. Viele Tierärzte bieten Spezialpreise für Tierschutzhunde. Rechnungen müssen zur Kostenübernahme an unseren Verein gestellt werden.

Die Hundesteuer kann in manchen Gemeinden ausgesetzt werden, da es kurzfristige Aufenthalte handelt. Sollte der Hund länger bei Ihnen bleiben, erkundigen Sie sich bitte über die anfallenden Kosten und teilen Sie uns diese zwecks Kostenübernahme mit.

Das ist unterschiedlich. Manche Pflegehunde bleiben nur ein paar Tage. Das ist vor allem bei leichter vermittelbaren Hunden, wie Welpen oder Hunden beliebter Rassen, der Fall. Oft spielt aber auch Glück eine Rolle.

Manche Hunde müssen eventuell lange auf ein passendes Zuhause warten. Daher müssen Sie damit einverstanden sein, dass Sie dem Hund einen zeitlich unbegrenzten Aufenthalt bei Ihnen gewähren. Wir wollen in jedem Fall vermeiden, dass ein Hund von einer Pflegestelle in die nächste umziehen muss.

Wir legen wert auf direkte Kommunikation und Ihre Kontaktperson ist telefonisch für Sie erreichbar. Die meisten Problemen können wir mit Rat und Tat gemeinsam aus der Welt schaffen. Wichtig ist jedoch, dass Sie uns frühstmöglich in Kenntnis setzen. Zum einen sind manche Probleme vermittlungsrelevant, zum anderen möchten wir schnellstmöglich eine Lösung finden.

Sollte es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass der Hund nicht bei Ihnen bleiben kann, erwarten wir jedoch, dass Sie uns Zeit einräumen, um eine Notunterkunft zu finden. Die Kosten für einen Transport dorthin werden von Ihnen übernommen.

Der Hund ist über unseren Verein haftpflichtversichert. Allerdings sind Sie in der Verantwortung, Schäden während der Pflegezeit durch unsere Hunde weitestgehend zu vermeiden. Sollte ein Schaden entstehen, melden Sie sich umgehend bei Ihrer Kontaktperson vom Verein. Kosten durch Schäden können erst nach Bearbeitung der Versicherung erstattet werden.

Während der Hund bei Ihnen in Pflege ist, bemühen wir uns weiterhin aktiv um die Vermittlung. Sie unterstützen uns, indem Sie uns aktuelle Fotos oder Videos zukommen lassen und uns über die Charakterzüge und Entwicklung des Tieres auf dem Laufenden halten.

Der Kontakt mit Interessent*innen gehört auch zu Ihren Aufgaben. Der Hund muss bei ihnen zuhause besucht werden können. Terminabsprachen dazu treffen Sie mit den Interessent*innen selbst. Ein freundliches Miteinander erhöht die Chancen des Hundes, daher sollten Sie Interessent*innen offen empfangen und sich auch gern Zeit für Sie nehmen. Sie repräsentieren außerdem den Verein.

Sie kennen Ihren Pflegehund am Besten. Deshalb haben Sie bei der Vermittlung auch ein Mitspracherecht. Sollten Sie Einwände gegen potentielle Adoptant*innen haben, nehmen wir diese ernst.

Sollten Sie sich von Ihrem Pflegehund nicht mehr trennen können, haben Sie die Möglichkeit ihn auf regulärem Weg zu adoptieren. Der Liebe möchten wir nicht im Wege stehen, auch wenn wir Sie dadurch eventuell als Pflegestelle verlieren.

Wie werde ich zur Pflegestelle?

Melden Sie sich per E-Mail und senden Sie uns Ihre Telefonnummer für ein erstes Kennenlerngespräch, bei dem wir alle offenen Fragen klären können.

info@sonnenpfoten.de

Wenn dann alles passt, führen wir eine Vorkontrolle bei Ihnen durch. Wir suchen gemeinsam den richtigen Hund für Sie aus, denn auch bei einem Pflegehund muss die Chemie stimmen. Im Anschluss schließen wir mit Ihnen einen schriftlichen Pflegevertrag ab.

Woher stammen unsere Sonnenpfoten?

Infos über unseren Verein und unsere Partnerorganisationen in Spanien.